kleine monster

eskapismus

Nach Afrika zu fotouren, zumal ins subsaharische Afrika, heißt im Allgemeinen, sich auf Spurensuche nach immer rareren exotischen Sensationen zu begeben.  Hinter dieser ziemlich europäischen Form des Eskapismus könnte sich der Wunsch nach Alternativen in einer immer gleichförmigeren, im Globalmaßstab durchökonomisierten Welt verbergen. Tut er? Möglich wäre es!

big five

In Afrika erwarten wir die Big Five der Großwildsafari, fremde Riten und reissende Flüsse voller Krokodile und Nilpferde. Unsere Afrika-Vision ist bevölkert von wuchtig-aussdrucksstarken Savannenbewohnern vom Schlage Panthera Leo, Syncerus Caffer oder Giraffa Camelopardalis: Löwen, Bären und Auerochsen sind bei uns längst oder so gut wie ausgerottet, und Giraffen hat es wohl nie gegeben – vielleicht auch darum die Neugier auf andere Dimensionen.

brüsseler problembürokraten

Last-but-not-least ist es nicht ohne Charme, dass wir uns in anderen Weltregionen genau das wilde Leben wünschen, mit dem wir uns im eigenen Land schwer tun: Problembär Bruno, Klagen gegen Biberbauten, Wolfsabschüsse und Todeslisten der Euro-Bürokratie mit unerwünschten Neozoen darauf bedürfen keinen Kommentars.

trainiert wird zuhause

Wie schon an anderer Stelle festgestellt, trainiert der engagierte Fotourist fotografisches Auge, Fokus und den sensibel-sicheren Finger am Drücker auch zuhause. Damit fängt man nicht erst im beninischen Gelände an!

insekten im visier

Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich nicht nur bei der Pirsch auf Fuchs und Hase sondern auch bei Kleingetier: Insekten-Makrofotografie. Kleine Monster mit 8 Augen und hydraulischen Extremitäten, übermenschlicher Reakationsgeschwindigkeit und bis zu 50 kmh schnellem und dabei besonders wenigem Flugapparat. Wer rund ums Haus oder auf dem Spazierweg Spinnen und Fluginsekten ablichtet, kann ja mal einen Vergleich anstellen. Die hier abgebildeten Fliegen, Springspinnen und Libellen, sind in Benin – gar nicht mal so anders als bei uns in Deutschland – im städtischen Biotop unterwegs.

kleine monster

Die Aufnahmen sind ziemlich rough mit einer analogen Linsen-Balgen-Kombo auf digitalem Body (Oly E 1) entstanden.